Youngster Niklas Krieg siegt mit 15 Hundertstel Vorsprung

Mittelbadische Presse 10.02.2014

Youngster Niklas Krieg siegt mit 15 Hundertstel Vorsprung

Baden Classics: Der 20-Jährige gewinnt gestern in Offenburg den Großen Preis / Zuschauerrekord

Ein baden-württembergischer Sieg im Großen Preis, Zuschauerrekord und großartiger Sport: Die siebten Baden Classics der Springreiter in Offenburg endeten gestern rundum positiv. Triumphator im Stechen des Großen Preises zum Abschluss des mit insgesamt 113 000 Euro dotierten CSI** war der erst 20-jährige Niklas Krieg aus Villingen-Schwenningen.

Nach seinem ersten Sieg in einem Großen Preis freute sich Niklas Krieg riesig. »Nach der zweifachen Kombination hat mir Carella geholfen und mitgekämpft«, lobte der Youngster seine 10-jährige Stute. Und Vater Andreas Krieg meinte: »Die packen wir in Watte.«

Niklas Krieg triumphiert

10.02.2014

Niklas Krieg triumphiert

Springreiter aus Villingen-Schwenningen gewinnt Großen Preis bei Baden Classics in Offenburg.

rstmals hat ein baden-württembergischer Springreiter bei den Baden Classics den Großen Preis gewonnen. Bei der siebten Auflage des internationalen Zwei- Sterne-Hallenspringturniers in Offenburg triumphierte Niklas Krieg aus Villingen- Schwenningen mit einer Glanzvorstellung im Stechen und feierte einen seiner bislang größten sportlichen Erfolge. Im Sattel seiner zehnjährigen Holsteiner Stute Carella blieb er vier Wochen nach seinem 20. Geburtstag nicht nur fehlerfrei, sondern war in 35,72 Sekunden auch noch der Schnellste.

Kein Wunder, dass der Jubel des Siegers, riesig ausfiel. Erster Gratulant war sein Vater Andreas Krieg, der sich wie 13 weitere Reiter ebenfalls für das Stechen qualifiziert hatte und unmittelbar vor seinem Filius in die Bahn musste. Dort kassierte er aber auf dem westfälischen Wallach Ayers Rock, der sich ebenso wie Carella im Besitz von Klaus  Fritzsching aus Kirchzarten befindet, einen Abwurf. Als Lohn der Hatz erhielt der DM-Fünfte der Junioren von 2012 und Jungen Reiter von 2013 sowie EM-Fünfte mit der deutschen Equipe ein flottes City-Automobil, mit dem er gleich eine Ehrenrunde drehte.

Nach einer glanzvollen Runde im Normalumlauf setzte Niklas Krieg im Stechparcours alles auf eine Karte und unterbot noch die Zeit des führenden Tobias Meyer. Der Augsburger, Sieger im Großen Preis von Offenburg 2011, hatte mit dem neunjährigen Hannoveraner Hengst Seal flotte 35,87 Sekunden vorgelegt. Die reichten aber immerhin zu Platz zwei vor Jannika Sprunger. Die nahe Basel lebende Schweizerin, im Vorjahr Zweite im Großen Preis beim CHIO Aachen und tags zuvor in der Messehalle Siegerin auf Komparse in der zweithöchstdotierten Springprüfung, benötigte auf dem niederländischen Wallach Uptown Boy 38,12 Sekunden und verwies Vielseitigkeits-Doppel-Olympiasieger Michael Jung (Horb) auf Sportsmann (38,33), den Niederländer Albert Zoer mit Abra Kadraba (38,75) und Carsten-Otto Nagel mit Holiday by Solitour (40,94) auf die nächsten Plätze.

Die Turnierleiter zogen ein positives Fazit, zumal 9000 Zuschauer einen neuen Rekord bedeuten. In den Drei-Sterne-Bereich will man das Turnier aber nicht anheben, wenn sich nicht größere Sponsoring-Partnerschaften fänden, die das Mehrvolumen von rund 100 000 Euro rechtfertigten. Namens der Aktiven lobte Championatskaderreiter Carsten-Otto Nagel, erstmals in Offenburg, die großartigen Bedingungen. Die Halle gebe dem Reiter ein tolles Gefühl.